Familienrecht
aktuelle Projekte

Gute Kinderschutzverfahren – Modellprojekt zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für eine kindgerechte Justiz durch interdisziplinäre Fortbildung unter Einbindung eines
E-Learning-Angebots

gute kinderschutzverfahren.png

Laufzeit: Juni 2019 – Mai 2022

Projektleitung:

  • Universitätsklinikum Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie
    Kontakt: Prof. Dr. Jörg M. Fegert

  • Universitätsklinikum Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie, Leitung der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination & E-Learning“ 
    Kontakt: Dr. Ulrike Hoffmann

Uniklinik Ulm.png
uniklinik.jpg

Kooperationspartner:

  • Georg-August-Universität Göttingen, Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht
    Prof. Dr. Eva Schumann

  • Deutsches Jugendinstitut München 
    Dr. Heinz Kindler

  • SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies
    Dr. Thomas Meysen

Uni Goettingen.jpg
logo_DJI.jpg
SOCLES_Logo_Subline_150dpi_RGB.jpg

In Kinderschutzverfahren treffen Familienrichterinnen und -richter Entscheidungen, die den weiteren Lebensweg von Kindern und ihren Eltern wesentlich prägen. Die Gerichte sind hierbei auf die Unterstützung und Expertise von Jugendämtern, Verfahrensbeiständen und Sachverständigen angewiesen. Eltern brauchen eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt an ihrer Seite. Gelegentlich spielen andere Fachkräfte und auch Angehörige der Heilberufe als sachverständige Zeugen eine Rolle in den Verfahren. Unter anderem die systematische Aufarbeitung von bundesweit bekannt gewordenen Kinderschutzfällen, zum Beispiel des Staufener Missbrauchsfalls, hat deutlich gemacht, welch hohe Anforderungen Kinderschutzverfahren an das Familiengericht und alle beteiligten Professionen stellen und hat zudem die Notwendigkeit von interdisziplinärer Aus- und Fortbildung betont.  

Interdisziplinärer Online-Kurs

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines webbasierten interdisziplinären Fortbildungsprogramms zum Themenkomplex „familiengerichtliche Verfahren in Kinderschutzfällen und kindgerechte Justiz“. Zielgruppen des Fortbildungsprogramms sind Familienrichterinnen und -richter, Mitarbeitende aus Jugendämtern und Trägern der Erziehungshilfe, die an Kinderschutzverfahren beteiligt sind, sowie Verfahrensbeistände, familienpsychologische Sachverständige und Fachanwältinnen und -anwälte für Familienrecht. Das Programm ist online, wurde von Teilnehmenden evaluiert und entsprechend weiterentwickelt: https://guteverfahren.elearning-kinderschutz.de/

Modellstandorte: Stellungnahmen in Kinderschutzverfahren

 

Der Online-Kurs umfasst relevante Informationen zum allgemeinen Ablauf von Kinderschutzverfahren und den beteiligten Akteuren. Parallel hierzu findet an ausgewählten Modellstandorten ein Austausch zur interdisziplinären Zusammenarbeit statt. Für die Teilnehmenden der Modellstandorte steht außerdem ein Vertiefungsmodul im Online-Kurs zur Verfügung, welche die Erstellung der im Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode beschriebenen „Stellungnahme von Fachleuten für Gewaltschutz, insbesondere des Jugendamts zur Anrufung des Familiengerichts nach § 8a Abs. 2 SGB VIII“ zum Gegenstand hat.

In einem begleitenden Forschungsdesign wird der Online-Kurs fortlaufend evaluiert und darauf basierend überarbeitet. Die Fachtagungen der Modellstandorte werden ebenfalls evaluiert.

Projektwebsite

Gefördert vom 

 

 

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Meysen

T +49 (0)6221 655 81-01

meysen@socles.de

logo-BFSBJ.jpg