Unterwegs und mit dabei

13.05.2022 | Berlin

Gemeinsam gegen Menschen- und Demokratiefeindlichkeit –
Kinder- und Jugendhilfe im Gespräch mit Radikalisierungsprävention /
Deradikalisierung

Fachtagung

 

Wenn Fachkräfte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe mit religiös, weltanschaulich oder verschwörungsbasierter Menschen- und Demokratiefeindlichkeit konfrontiert sind, stellen sich für sie besondere Anforderungen im Kontakt mit den jungen Menschen und ihren Familien. Mache ich die Religion, Weltanschauung oder den Verschwörungsglauben zum Thema oder beschränke ich mich auf »meine« Themen? Wie kann ich in Kontakt kommen und bleiben, wenn sich Familien oder junge Menschen abschotten? Sind die Aussagen und das Verhalten so bedrohlich, wie es auf mich wirkt? Spezialist:innen in der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung haben hierauf Antworten. Ein Austausch kann Sicherheit geben.

 

Aber auch die in Sachen Extremismus, Fundamentalismus und Verschwörungsglaube spezialisierten Fachkräfte haben Fragen. Was heißt das eigentlich für das Kindeswohl, wenn Eltern Verschwörungstheorien anhängen? Wie kann ich mit Kindern und Jugendlichen ihre Religiosität und Weltanschauung thematisieren, ohne sie in Loyalitätskonflikte mit ihren Eltern zu bringen? Wie kann ich erkennen und einschätzen, ob das Kindeswohl aufgrund von Fehlsozialisation in radikalisierten Familien gefährdet ist? Hierzu sind Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe die Expert:innen – von den Sozialen Diensten im Jugendamt bis zu den Hilfen zur Erziehung, von der Tagesbetreuung bis zur Jugendarbeit, von der Schul- bis zur Jugendsozialarbeit.

 

Programm

16.11.2021 | Fulda

Radikal, fundamentalistisch, anders – Fachkräfte im Kontakt

Fachtagung

 

Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe kommen immer häufiger und direkter in Kontakt mit Kindern aus religiös radikalisierten oder fundamentalistisch bzw. demokratiefeindlich gestimmten Elternhäusern. Oder sie treffen auf bereits selbst radikalisierte Kinder und Jugendliche. Diese Fachkräfte stehen vor der oft konflikthaften Frage, wie sie sich verhalten und positionieren sollen. Denn ihre Handlungen und Aussagen als Repräsentant*innen von Behörden oder sog. »öffentlichen« Hilfen treten mit den persönlichen Wahrnehmungen der Betroffenen in schwer kalkulierbare Wechselwirkungen.

Die Fachtagung gibt Hinweise zum Umgang mit verschiedenen Arten von Extremismus und demokratie- feindlichen Milieus, zur Bewältigung praktischer und ethischer Dilemmata im Kontext von Kindeswohl und Religions- bzw. Weltanschauungsfreiheit. Sie bringt Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe mit Fachkräften aus der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung ins Gespräch mit Expert*innen aus beiden Feldern.

 

Programm