Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt–
ein Interdisziplinärer Online-Kurs

Das Projekt hat zum Ziel, für die Praxis ein webbasiertes interdisziplinäres Fortbildungsprogramm zum Themenkomplex Gewalt in Paarbeziehungen zu entwickeln. Zielgruppe sind Fachkräfte aus auf Schutz und Unterstützung spezialisierten Einrichtungen und Diensten, aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie alle anderen an Intervention, Schutz und Hilfe Beteiligten.

 

Kooperationspartner:

  • Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen | FIVE Freiburg (SoFFI F.)
    Kontakt: Barbara Kavemann, soffi-berlin@web.de

  • Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie
    Kontakt: Anna Maier, Anna.Maier@uniklinik-ulm.de

  • SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies
    Kontakt: Elisabeth Oygen, oygen@socles.de

Die Fortbildung wird Erfahrungen aus 40 Jahren Forschung und Unterstützungspraxis gegen häusliche Gewalt aus unterschiedlichen Perspektiven bündeln und in einem Online-Kurs zur Verfügung stellen, der kontinuierlich auf dem aktuellen Stand von Forschung und Praxisentwicklung gehalten wird und neben seiner Ausführlichkeit, Tiefe und Praktikabilität vor allem wegen der individuellen zeitlichen Flexibilität Präsenzfortbildungen deutlich übertrifft. Die Inhalte werden partizipativ mit Expert*innen aus den Praxisfeldern entwickelt. 

Ab dem 1. Juli 2020 wird eine erste Version für interessierte Teilnehmende kostenlos zur Verfügung stehen, die gleichzeitig bei der Evaluation und Weiterentwicklung durch Rückmeldungen unterstützen.

Für die Gestaltung der Lernmaterialien werden Inhalte der Arbeitsfelder „Schutz und Unterstützung bei Gewalt in Paarbeziehungen“ systematisch mit der Schnittstelle zur Kinder- und Jugendhilfe sowie Inhalten zu polizeilicher Intervention und familiengerichtlichen Verfahren verknüpft und alle rechtlich umfassend eingebettet. 

Der Online-Kurs richtet sich sowohl an Fachleute, die sich in das Thema Gewalt in Paarbeziehungen einarbeiten wollen, als auch an Fachleute mit reichhaltiger Erfahrung in ihrer jeweiligen Praxis, die sich aber eine Auffrischung und Erweiterung wünschen oder die das Programm für ihre eigene Arbeit in der Fortbildung nutzen wollen.

Laufzeit: 1. Mai 2019 bis 30. April 2022

Eine Projektwebseite wird ab September 2019 zur Verfügung stehen. Auf der Webseite wird eine Interessentenliste bereitgestellt werden, auf der sich Personen, die sich für eine Teilnahme am geplanten Online-Kurs interessieren eintragen können. Sollten Sie im September informiert werden wollen wenn diese Liste online geht, schreiben Sie bitte eine Mail an ulrike.hoffmann@uniklinik-ulm.de.

> Projektinformation

 

Zugang der Frauen zu Kindesunterhalt: eine vergleichende Untersuchung zu Hindernisse und Lösungen in der Politikgestaltung

Laufzeit: 1.1.2017 bis 31.12.2020

 

Forschungsleitung: Dr. Kay Cook, Swinburne University, Melbourne, Australien
(Australian Research Council Future Fellowship)

Das Projekt befasst sich mit den Schwierigkeiten, die Frauen erfahren, wenn sie Kindesunterhalt erlangen wollen. Intention ist, Armut von alleinerziehenden Müttern und Kindern zu reduzieren. Es befasst sich mit der Black Box der behördlichen und gerichtlichen Praxis, in denen Kindesunterhaltspolitik in die Praxis umgesetzt wird und die dabei häufig mit knappen öffentlichen Geldern und neo-liberalen Annahmen in Bezug auf individuellen und familiäre Verantwortlichkeiten konfrontiert sind. Der Fokus liegt auf den geschlechtsspezifischen Konsequenzen – ob intendiert oder unbeabsichtigt –, die sich hierbei ergeben.

 

Das Projekt wird vertiefte Fallstudien zur institutionalisierten Organisation der Geltendmachung und Durchsetzung von Kindesunterhalt in Australien, den USA und dem Vereinigte Königreich durchführen. Hierbei werden nationale und internationale Expert*innen einbezogen, um Antworten auf folgende Forschungsfragen zu finden:

  • Wie sehen und operationalisieren Gerichte, Behörden, Einrichtungen und Dienste, die in verschiedenen Kontexten nach Trennung und Scheidung involviert sind, die elterliche Handlungsmacht und Verantwortung?

  • Welchen Einfluss haben diese unterschiedlichen institutionellen Gegebenheiten auf eine Vermeidung von Frauen, Kindesunterhalt geltend zu machen?

  • Wie erkennen behördliche und gerichtliche Systeme weltweit zur Kindesunterhaltsvermeidung von Frauen und wie reagieren sie hierauf?

  • Welche internationalen Antworten auf Kindesunterhaltsvermeidung wären für den australischen Kontext erfolgversprechend?

Das SOCLES ist assoziierter Partner im Projekt.

Gefördert / Finanziert durch:

Kontakt:

Dr. Thomas Meysen

T +49 (0)6221 655 81-01

meysen@socles.de

SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies gGmbH 

Poststr. 46

D-69115 Heidelberg